Abenteuer & Allrad 2018

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Dieses Jahr haben wir es endlich auf die Abenteuer & Allrad 2018 geschafft. Nach etwas Überzeugungsarbeit meinerseits hat Franziska sich in der Rolle als Fotografin gemeinsam mit mir auf die weltweit größte Messe zum Thema Offroad begeben. Schon die Anfahrt war ein kleines Abenteuer, der Parkplatz war nicht einfach zu finden. Doch die vielen Offroadfahrzeuge auf dem Weg zum Pilgerort, meist Wrangler und Defender, entschädigten für den vermeintlichen Umweg.

Endlich am Parkplatz angekommen, parkten wir gleich neben Jeep-Artgenossen und wurden mit einem Bus zum Messegelände gefahren.

Direkt am Eingang konnten wir bereits einen Bereich mit verschiedenen Dachzelten bestaunen. Diese gibt es mit Vorzelt, in größerer Form oder mit Zeltzubehör. Auch im nächsten Bereich wurde Zubehör angepriesen, diesmal für fast alles was mit Offroad zu tun hat. Sogar Plastik-Benzinkanister, die wie die Jerrycans aus dem Militär aussehen, aber deutlich leichter sind.

Am gemeinsamen Stand von Allrad Pauli (unsere aktuelle Werkstatt) und ORZ konnten wir den Chef persönlich begrüßen. Sie hatten ein paar stark umgebaute Boliden und dazu passende Felgen dabei.

Die Hallen sind offene überdachte Bereiche, in denen sich viele Anbieter tummeln. Die Halle unserer Werkstatt beinhaltete auch einige Mercedes G Klasse Anbieter sowie Expeditionsfahrzeuge. Franziska war sehr gespannt und erklomm mehrere Fahrzeuge, um sich auch vom Innenraum ein Bild zu machen. Das war dank des Messeandrangs nicht so einfach.

Am Hauptveranstaltungszelt vorbei, wo es Speisen gab, konnten wir einigen Fahrzeugen beim Matschfahren zuschauen. Direkt am Aussichtspunkt war eine große Pfütze, durch die die Fahrzeuge durch mussten. Mindestens zwei KAT1 waren dabei, aber auch ein im Vergleich dazu kleiner Jeep Wrangler. Ein Fahrer meinte es besonders gut mit dem Publikum und schaffte es mittels Vollgas, dass eine Schlammfontäne bis zum Aussichtsturm schwappte – ich bekam ein paar Spritzer ans Bein.

Beim Messerundgang haben wir noch den großen eigenen Bereich von Land Rover gesehen, natürlich gab es dort ebenfalls einen kleinen Parcours.

Versteckt zwischen den anderen Anbietern ist uns der kleine Stand vom vegetarisch-veganen Lebenswurst aufgefallen. Beim integrativen Konzept aus Schweinfurt werden Menschen eingestellt, die aufgrund ihres Alters, einer Behinderung oder sozialer Benachteiligung keine Möglichkeit zur Selbstverwirklichung auf dem Arbeitsmarkt finden.

Ein (Abschlepp-)Seilhersteller zeigte eine Maschine zum Knüpfen, daneben wieder einige Fahrzeugausrüster.

 

Vorbei an vielen weiteren Ständen ging es zu Nokian, die meine aktuellen Winterreifen hergestellt haben. Dort konnte ich mich über neue Produkte informieren, allerdings sagen mir die vorgeschlagenen SUV-Reifen mit reinem Straßenprofil nicht so ganz zu. Draußen gabs noch den Unimog und seinen sehr robusten Nachfahren zu bestaunen, den Zetros.

Interessant ist an der Szene, dass neue Fahrzeuge nicht im primären Fokus stehen. Gerade bei Expeditionsfahrzeugen setzt man gerne auf bewährte und weltweit verfügbare Technik. So können Fahrzeuge viel länger gepflegt und genutzt werden als dies bei den meisten auf der Straße fahrenden Autos der Fall ist. Sehr vorbildlich, gerade wenn man den hohen Aufwand bedenkt, ein Fahrzeug zu bauen. Und für bestimmte Modelle hat sich ein fester Liebhaberkreis gebildet.

Gegen Ende haben wir noch, vorbeischlendernd am Dirtbikeparcours und einem eigenen Bereich mit Quads für Kids, den Stand von einem Batteriehersteller gefunden, wo ich mich über Energieoptionen im Jeep informiert habe. Nach einem letzten Abstecher in ein Zubehörzelt, welches ganz ähnliche Produkte wie der Anbieter am Anfang hatte, machten wir uns erschöpft auf den Weg zum Bus.

Das Fazit: Spannend, sich einen Überblick zu verschaffen und interessante Gespräche. Wenn man akutes Interesse hat, kann man zum Messepreis das ein oder andere Schnäppchen finden – auch größere Komponenten, die die Aussteller nicht wieder mit nach Hause nehmen wollen und am letzten Messetag durchaus mit ordentlichem Rabatt verkaufen. Uns hat ein Messetag gereicht – und es war voll in Ordnung auf einem normalen Parkplatz mit gut funktionierendem Shuttleservice zu stehen statt noch näher zu campen.

 





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