Murnau am Staffelsee – Camping mit Dachzelt

Franziska Reisebericht Schlagwörter: , , , ,
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Wenn der Sommer naht, wächst auch häufig das Verlangen einen See aufzusuchen und sich dort zu erfrischen. Wir haben das im letzten August ausprobiert. Doch statt abends wieder nach Hause zu fahren, hatten wir Sack und Pack dabei und sind einfach eine Nacht geblieben.

Unser Weg führt uns Freitag Vormittag zum schönen Staffelsee. Dort gibt es einen beliebten Campingplatz, die Halbinsel Burg in Seehausen. Er ist so beliebt, dass auch wir einige Schwierigkeiten haben, einen Platz dort zu finden. Wir müssen ein paar Runden drehen und haben Glück, dass wir „nur“ mit dem Jeep unterwegs sind. So finden wir an einer Seite noch ein kleines Fleckchen, auf das wir uns stellen können. Obwohl der Platz extrem dicht besiedelt ist, erzählt uns der Besitzer, dass das folgende Wochenende Mitte August noch voller werde. Ich riskiere einen Blick auf die dicht an dicht gestellten Zelte und frage mich, welches Maß an Privatsphäre man ablegen muss, um so nah an fremden Menschen zu leben.

Von den neuen Nachbarn kritisch beäugt, bauen wir das Dachzelt auf, das in wenigen Minuten bezugsbereit ist. Der saubere Campingplatz befindet sich direkt am See, so dass neben Schwimmen auch Aktivitäten wie zum Beispiel Stand Up Paddling angeboten werden. Eine Übernachtung kostet uns knapp 20 Euro. Das ist wohl um einiges günstiger als die nahegelegene 4-Sterne-Pension.

Da wir nichts zu Essen dabei haben, machen wir uns zu Fuß auf den Weg ins nahegelegene Murnau. Dort gibt es einen veganen Imbiss, das Café Miteinander. Die Besitzerin ist so nett, dass wir nicht nur etwas zu Abend essen, sondern auch am nächsten Morgen unser Frühstück dort einnehmen.

Danach ist uns noch nach etwas Kultur und so gehen wir anschließend ins Schlossmuseum. Dort gibt es eine Gabriele Münter-Ausstellung und viele weitere expressionistische Werke. Die oberste Etage ist dem Schriftsteller Ödön von Horvath gewidmet.

Schließlich machen wir uns in der Augusthitze wieder auf den Weg nach München. Dort bin ich erstmal froh, zurück in der Wohnung zu sein. Denn: Mir waren es ehrlich gesagt zu viele Menschen.





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