Womit wir reisen: das Auto

Oliver Reisebericht, Vegbereiter Schlagwörter: , , , , ,
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In der Artikelserie Womit wir reisen möchte ich auf unser Equipment eingehen. Vielleicht hilft es dir bei deinen eigenen Reiseüberlegungen.

Der erste Teil beschäftigt sich mit unserem fahrbaren Untersatz – dem Jeep. Tatsächlich handelt es sich um einen waschechten Jeep Wrangler. Er ist der Nachfolger der ersten Geländewagen, dem berühmten Willys MB aus den 1940er Jahren und Namensgeber von Jeep. Das war es auch fast schon mit den Gemeinsamkeiten. Trotz der beiden Starrachsen fährt es sich im Jeep komfortabel und auch über mehrere hundert Kilometer sehr angenehm. Auf dem Bild sind der Wrangler JKU und sein Urahne, der Willys MB zu sehen.

Jeeps

Daten Jeep Wrangler JKU

  • V6 Benziner, 284 PS
  • Reichweite ca. 450km
  • vMax: 180 km/h
  • Reisegeschwindigkeit: 100-120 km/h

Verbrauch: nicht relevant – wenn man mit spitzem Stift kalkuliert, sollte man ein anderes Fahrzeug kaufen. In Norwegen habe ich ca. 8,2l/100km verbraucht, im Münchner Stadtverkehr (ganz selten) ist es nicht ganz doppelt so viel. Unabhängig von Herstellerangaben ist ein vorausschauendes und bewusstes Fahren immer hilfreich.

Seitenansicht Jeep Wrangler

Dachaufbau

Ein Gobi Dachträger schmiegt sich wie ein Käfig um das Fahrzeug und ermöglicht es dem darauf montierten Dachzelt auch bei flotter Autobahngeschwindigkeit fest auf dem Dach zu ruhen. Selbst stundenlange Rüttelstrecken in der Ukraine hat der Dachträger klaglos hingenommen. Ab und an ist ein Rejustieren der Abstandshalter am Dach notwendig. Vor dem Dachzelt ist noch Platz für Erweiterungen. Nachteil: Fast kein Parkhaus kommt mehr in Frage. War der Jeep ohne Dachträger mit ca. 1,85m noch unterhalb vieler max. Parkhöhenangaben, sieht es jetzt zu eng aus.

Tipp: Fragen kostet nichts. In Budapest hat uns zum Beispiel unsere Vermieterin einen tollen Platz in einem nahe gelegenen Parkhaus organisiert. In Uschhorod stand der Jeep auf einem bewachten Parkplatz.

Dachzelt

Das Primetech Dachzelt tut seinen Dienst und ist wetterfest, wie im Regen bereits getestet wurde. Der Aufbau (2x Klettverschluss und 1x Reißverschluss öffnen, aufklappen, fertig) gelingt in fünf Minuten. Beim Abbau ist etwas mehr Sorgfalt notwendig, insbesondere der Reißverschluss muss vorsichtig behandelt werden, schnell klemmt sich ein Stück Zeltmaterial hartnäckig ein.

Motorhaubenschloss

Den Wrangler kann man auch heute noch vorne ohne Schlüssel öffnen, einfach die beiden Verankerungen lösen und ab geht es in den Motorraum. Um dies zu verhindern, bietet sich ein Motorhaubenschloss an. Das wird dann mit dem Fahrzeugschlüssel gekoppelt und muss entriegelt werden, um an den Motor zu kommen. Netter Nebeneffekt: Die Motorhaube entwickelt bei sehr flotter Fahrt ein rüttelndes Eigenleben, dies wird mit dem zentralen Haltepunkt durch das Motorhaubenschloss unterbunden.

Reifen

Die mitgelieferten Reifen waren leider keine Winterreifen. Im ersten Herbst habe ich mich somit für die geländegängigeren Nokian Hakkapeliitta LT2 entschieden, die sich schon in diversen Offroadumgebungen und beim Langstreckeneinsatz bewährt haben.

Wer baut mir das alles zusammen?

Ich habe mir Dachträger, Dachzelt, Motorhaubenschloss und Winterreifen bei meiner Jeepwerkstatt des Vertrauens Allrad Pauli in Buhloe installieren lassen. Das Team um Peter Pauli jun. ist sehr freundlich, kompetent und ich bin zufrieden.

Elektronische Geräte

Durch ausreichende Versorgung von USB Buchsen (unter anderem mit dem Wicked Chili Dual USB Fast-Port KFZ Adapter, Nachfolger hier) laden wir unsere Geräte wie zum Beispiel Handys während der Fahrt. Zudem spielen wir auch so unsere offline Musik-Playlist über Bluetooth ab. Als Dienst nutzen wir Spotify.

Das uConnect System (Entertainment, Navi, Freisprechanlage, Radio) nutzen wir primär zur Navigation (auch in der Ukraine konnte die Europakarte noch Straßen anzeigen) und ab und an zum Radiohören beziehungsweise den Verkehrsfunk und natürlich, um per Handy Musik auf den Fahrzeugboxen abzuspielen.

Ausrüstung

Bei der Auslieferung waren quasi nur Ersatzrad und Wagenheber dabei. Verbandkasten, Warndreieck und Warnwesten habe ich mir direkt neu gekauft. Mittlerweile liegen aber auch Feuerlöscher, Starterkabel, kompakter Starthilfeakku, Abschleppseil und Adapter für Strom auf Campingplätzen im Fahrzeug. Wichtig ist auch ein Leatherman Tool, damit konnte ich zum Beispiel mein Dachzelt bearbeiten, als der Einpackvorgang etwas schiefgelaufen war.

Funk

Im Gelände ist CB-Funk sehr praktisch. Dafür verwende ich das Midland Alan 42 mit Zusatzantenne. Auf Kanal 16 (4×4) trifft man sich, um Zusammenstöße im unwägbaren Gelände zu vermeiden.

 





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