Liebes Tagebuch, …

Franziska Achtsamkeit Schlagwörter: , , , ,
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6-Minuten-Tagebuch

Als Kind habe ich gerne Tagebuch geschrieben. Damals noch in einem kleinen Büchlein mit Schloss daran, später in Word am Computer. Irgendwann fehlt aber die Zeit, sich täglich hinzusetzen und die Tagesereignisse aufzuschreiben. Sämtliche Gedanken niederzuschreiben, das würde bei einem kleinen Schreiberling wohl Ewigkeiten dauern. Deshalb war ich ganz entzückt, als ich über das 6-Minuten-Tagebuch gestolpert bin.

Sechs Minuten pro Tag, das kann ich investieren. Die Zeit wird sogar noch aufgeteilt, so dass man drei Minuten am Morgen und drei Minuten am Abend in die Routine steckt. Wichtig zu betonen: Es geht hier weniger um „Heute habe ich das und das erlebt“, sondern mehr darum, Dankbarkeit zu erleben und positive Gedanken zu manifestieren. Es hilft mir, mich auch unterwegs ein paar Minuten ruhig hinzusetzen und über den Tag zu reflektieren.

6-Minuten-Tagebuch

Ich bin dankbar für…

Direkt nach dem Aufstehen notiere ich drei Dinge, für die ich dankbar bin sowie eine positive Selbstaffirmation. Dann gibt es noch ein paar Zeilen, in denen ich niederschreibe, was den Tag perfekt machen würde. Vor dem Schlafengehen lasse ich den Tag Revue passieren und protokolliere, was ich Gutes für jemanden getan habe, was nicht so gut gelaufen ist und drei schöne Dinge, die ich erlebt habe.

Klingt alles erstmal nach nichts Besonderem. Ich könnte mich theoretisch auch einfach nur ins Bett legen und kurz über den Tag nachdenken. Hier kommt jetzt aber der Theorieteil des Tagebuchs ins Spiel, der sehr üppig ausfällt. Positive Psychologie ist das Stichwort. Es wird wissenschaftlich belegt, was passiert, wenn man die Routinen täglich (! und das ist hier wichtig, denn nur durch Regelmäßigkeit manifestieren sich bestimmte Dinge im Gehirn) ausführt. Wichtig ist meist nicht das, was man aufschreibt, sondern der Denkprozess, den der Kopf bewältigt. Das Gefühl der Dankbarkeit und Positivität.

Das Buch bietet aber noch ein paar mehr Dinge außer den täglich ausfüllbaren Seiten. In den wöchentlichen Fragen ist Platz zum Beantworten von allgemeinen Fragen. Dazu gibt es monatlich eine Seite, auf der man verschiedenen Lebensbereichen Punkte gibt, je nachdem wie gut oder schlecht man sie gerade für sich bewertet. Das ist interessant, denn so kann man direkt vergleichen, ob sich irgendetwas zum Besseren (oder Schlechteren?) verändert.

6-Minuten-Tagebuch

Die Formularliebhaberin in mir macht Luftsprünge

Vielleicht habe ich den kleinen Spleen, dass ich gerne Formulare ausfülle, stelle ich fest. Nach einer Woche ziehe ich das erste Fazit: Ich habe ein paar Schwierigkeiten. In meiner morgendlichen Verschlafenheit fällt mir meist erst mal nur ein, dass ich für Kaffee dankbar bin. Jeden Tag. Das ist schon nicht ganz einfach, weiträumiger zu denken, kurz nachdem man sein warmes Bett verlassen hat. Am schwersten fällt mir jedoch die Frage, was den heutigen Tag wundervoll machen würde. Da hätte ich fast jeden Tag das Gleiche reingeschrieben. Da wir zwei Wochen unterwegs sind, als ich anfange, das Buch zu nutzen, bemerke ich, dass es mir auch viel leichter fällt, mich an die Dinge zu erinnern, die wir erleben.

Den Theorieteil habe ich erst nach der dritten Woche durchgeackert. Teilweise war mir der Text darüber, was für ein Wundermittel positive Psychologie ist, ein wenig zu viel des Guten. Den Part mit den Tipps, wie man das Buch am besten ausfüllt, finde ich hingegen hilfreicher. Gut finde ich auch die Quellenverweise, so dass man sich auch tiefer in das Thema einarbeiten kann, wenn man möchte.

6-Minuten-Tagebuch und 5-Minuten-Tagebuch

Warum sechs Minuten, wenn auch fünf reichen?

Bei der Recherche bin ich auf ein Konkurrenzprodukt gestoßen: Das Fünf-Minuten-Tagebuch. Schon allein der Umschlag und die Aufmachung der Innenseiten sind nahezu identisch. Wie kann man nun eine Minute Zeit sparen? Im Abendritual „fehlt“ die Frage, was man für eine andere Person getan hat. Noch dazu ist der Theorieteil wesentlich kürzer und es gibt keine wöchentlichen Fragen oder Monatspunktevergabe. Da die Seiten aus einem etwas dickeren Papier bestehen, habe ich hier im Gegensatz zum anderen Buch keine Angst, mit einem Stift darauf zu schreiben und sofort durch alle Seiten durchzudrücken. Wer auf optisch schön aufgemachte Dinge steht, für den sind die sechs Minuten eine bessere Wahl.

Ich möchte diese Routine gerne beibehalten und habe das Gefühl, dass ich viel mehr über die positiven Ereignisse des Tages sinniere.

6-Minuten-Tagebuch und 5-Minuten-Tagebuch

Falls du nun auch Lust auf ein Tagebuch bekommen hast: Hier findest du das 6-Minuten-Tagebuch oder das 5-Minuten-Tagebuch.





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