Aufräumen schafft Platz für Reflexion

Franziska Achtsamkeit Schlagwörter: , ,
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Ich habe den November zu einem Aufräummonat auserkoren. An jedem Novembertag werde ich etwas aufräumen, ausmisten oder reinigen – so ist zumindest der Plan.

Warum gerade der November, da er doch nicht gerade in den Bereich ‚Frühjahrsputz‘ fällt? Ganz einfach. Ich finde den Beginn der dunklen Jahreszeit gut geeignet, um den Bereich, in dem man sich aufgrund der nahenden Kälte ab sofort verstärkter aufhalten wird, vom Überflüssigen zu befreien. Die Wintermonate sind die Zeit der Kontemplation, des Zurückziehens, der Reflexion. Das geht für mich besser, wenn alles seine Ordnung hat und der Blick nicht von lauter störenden Gegenständen abgelenkt wird. Es ist an der Zeit, die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu richten. Gemütlichkeit zu schaffen.

Der Oktober hat dieses Jahr noch zu viele schöne Tage. Hier wäre es eine Verschwendung, die bunten Farben und die angenehme Herbstluft nicht ins Innere aufnehmen zu können. Deshalb sauge ich die letzten wärmeren Sonnenstrahlen auf und stelle die Aufräumarbeit bewusst hintenan.

Jeden Tag eine Kleinigkeit zu erledigen und aufzuräumen stellt eine weitaus geringere Hürde dar, als sich einen riesigen, stundenlangen Wohnungsputz vorzunehmen und dann doch nicht anzugehen. Bei dem Gedanke, wie viel Arbeit dahinterstecken könnte, zucke ich innerlich zusammen und verschwinde hinter einer meterhohen Wand. Wenn ich weiß, ich bin nach meinen beiden Schreibtischschubladen schon fertig, dann fange ich einfach an.

Das wird meine Herausforderung für den November.

— Einmal im Monat teilen wir einen Achtsamkeitsgedanke, der uns gerade beschäftigt oder den wir vier Wochen lang bewusst in unserem Alltag integrieren wollen.





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