Budapest – eine Reise in die Stadt voll schöner Bauwerke

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Mein erster Besuch in Ungarn. Ich hatte schon viel von der Schönheit Budapests gehört und wollte mich nun einmal selbst überzeugen.

Lies hier Teil I und Teil III der Reise.

 

Unsere Route. Ungefähre Strecke München – Bratislava – Budapest – Wien – München: 1400 Kilometer.

 

Wie schön ist es doch in Budapest!

 

 

Budapest empfängt uns mit seiner Schönheit. Ich bin sofort angetan von den wundervollen Häuserfassaden, die mich in einem leicht abgeschabten imperialistischen Stil anstrahlen. Auf der breiten Straße, auf der wir fahren, sind sie durch alleenartige Baumreihen von der Automasse getrennt. Dann treffen wir die Vermieterin der hübschen AirBnB-Wohnung, die uns zu einem Parkhaus (EZ Opera Parkolóház) leitet, in dem sie einen Platz für den Jeep organisiert hat. Anscheinend ist es die einzige überdachte Parkmöglichkeit, die man mit einem so hohen Auto nutzen kann. Nachdem das Auto im Parkhaus und das Gepäck in der Wohnung verstaut ist, springen wir endlich unter die Dusche und bahnen uns hungergetrieben unseren Weg zum nächstgelegenen veganen Restaurant, dem Kozmosz Vegan Etterem. Ungarisches Essen in vegan.

 

 

Am nächsten Morgen schaffen wir es, das erste Mal auf der Reise Yoga zu machen. In der Wohnung ist genug Platz, um unsere Yogamatten nebeneinander zu legen und zusammen zu üben. Danach ist der Hunger groß und die Zeit knapp: Wir wollen die Free Walking Tour nicht verpassen. Davon unbeeindruckt frühstücken wir Kichererbsenomelette im Great Bistro und suchen die Städtetour, die schon seit fünf Minuten begonnen hat. Einmal um die Ecke der Szent István Bazilika gehen und schon mogeln wir uns unter die Zuhörer. Wir laufen, sehen und erfahren viel auf der Tour und enden auf der anderen Seite der Donau. Dort genießen wir im ältesten Café der Stadt, dem Ruszwurm, Kaffee und Tee. Leider gibt es nur Kuhmilch, die wir nicht trinken. Trotz des Koffeeinschubs ist die Energieleiste leer, deshalb landen wir bergab im Edeni Vegan, wo wir beide einen riesigen gemischten Teller mit allen Speisen plus Suppe an der kantinenartigen Theke ordern und zum Außenbereich tragen. Die Portion ist so groß, dass sie für mich für zwei Mahlzeiten ausreicht. Hier sitzen wir an der Straße, ruhen uns aus, und beobachten das Treiben. Cabriofahrer, Fahrschüler und Fußgänger huschen vorbei; es ist angenehm warm.

 


Reisetipp: Über das Webportal VirPAY kann man bequem von Zuhause aus eine E-Vignette für das Fahrzeug und die benötigte Reisdauer kaufen. Am besten noch die Quittung ausdrucken, dann hat man sogar bei Straßenkontrollen den Beweis dabei. Die Vignetten gibt es für 10 Tage, 30 Tage oder ein ganzes Jahr.


 

Danach wechseln wir wieder die Donauseite und landen im Café New York, einem sehr berühmten und alten Literatencafé aus der Gründerzeit. Die Berühmtheit wird einem schlagartig bewusst, wenn man das Café betritt, denn eine Schlange an Gästen tummelt sich am Eingang und wartet darauf, von den Platzanweisern einen Tisch zugewiesen zu bekommen. Die Preise sind auch nicht gerade günstig, aber ein Blick ins Innere lohnt sich definitiv. Später gehen wir uns im Supermarkt eine Kleinigkeit für das Abendessen holen: Hummus und Brot. Wie schwierig, wenn man kein Ungarisch kann und nicht weiß, ob die Sachen, die man gerade in der Hand hält, vegan sind!

 

Ih, welches kleine Biest ist denn da mein Haustier geworden?!

 

Das viele Laufen ist sehr anstrengend, deshalb gönnen wir uns einen ruhigen Abend und schlafen sehr lange, um Beine und Füße ein wenig auszuruhen. Mittags geht es wieder auf die Straße, denn wir gehen erstmal im sonnigwarmen Wetter zum Napfenyes Bistro. Dort gibt es wieder einen riesigen Teller an ungarischen veganen Speisen für uns beide, mit dessen Menge wir etwas zu kämpfen haben. Danach brauchen wir dringend Koffein und nehmen auf dem Weg schnell Espresso und Latte Macchiato in einem kleinen Donutladen zu uns. Mein Bein juckt fürchterlich. Schon die letzten Tage kratze ich mich und habe vereinzelt Stiche oder Bisse an mir. Panisch recherchiere ich, welches Biest mich da malträtiert, aus Angst davor, mir Bettwanzen o.ä. als Souvenir mit nach Hause zu bringen. Wir einigen uns auf einen Floh. Heute habe ich ihn anscheinend als Haustier dabei, da er mich während des Umherlaufens erneut gebissen hat. Glücklicherweise werde ich ihn auf dem Weg los, denn danach kommen keine Bisse mehr vor. Das kleine Monster muss sich im slowakischen Hostel zu mir geschlichen haben.

 

 

Schließlich wollen wir in eine Fotoausstellung und spazieren zur Robert Capa Ausstellung, die allerdings sehr klein ist und in kurzer Zeit abgehandelt ist. Als wir durch die Gegend irren und zum Fotomuseum finden, teilt uns die Dame im Museumsshop mit, dass es leider aktuell geschlossen habe, weil umgebaut würde. Wir laufen zurück zur Wohnung und ruhen uns eine Weile aus. Später am Abend gehen wir zum Fogas Ház és Kert, ein riesiges Areal mit mehreren Floors mit verschiedenen Musikrichtungen. Es dauert eine Weile, bis wir alles einmal abgelaufen haben, man verirrt sich dort schnell mal. Bei unserem Lieblingsfloor wird guter Techno gespielt. Hier bleiben wir, bis die Uhr zwölf schlägt, ich meine Geburtstagsgratulation bekomme und tanzen weiter. Später fallen wir müde, erschöpft und glücklich ins Bett.

 

Yay, it’s my birthday! Ab ins Schwimmbad

 

Da heute mein Geburtstag ist, habe ich Entscheidungshoheit. Nach dem obligatorischen Yoga und gemütlichem Frühstück laufen wir zum Széchenyi-Heilbad. Da Budapest für seine Schwimm- und Heilbäder bekannt ist, wollten wir uns das nicht entgehen lassen. Es ist wieder ein warmer, sonniger Tag, so dass wir uns kurz im Außenbereich sonnen können. Dort ist es auch wirklich schön. Die Innenbecken hingegen wirken nicht ganz so sauber… Wir verlassen das Bad wieder und hungern auf dem Heimweg so extrem aus, dass wir vor Kaffee und Kuchen noch eine Mahlzeit im Cigköftem einschieben müssen.

 

 

Das von mir ausgesuchte Raw Food Café, Naspolya Nassolda, sieht sehr hip aus und ist genau die richtige Location für einen (Roh-)Geburtstagskuchen, wenn auch etwas teurer. Danach gibt es wieder eine Ruhephase, weil wir doch sehr erschöpft sind von allen Aktivitäten. Dennoch wecke ich Oliver und scheuche ihn zum Abendessen zu einer Hummusbar (Olive Tree Hummus Express). Dort wachen wir endlich wieder auf und stoßen auf dem Rückweg über das Game Over Museum – ein kleines Videospielemuseum, das viele alte Originalspiele bereithält. Man darf wirklich spielen! Ein gelungener Abschluss eines schönen Tages.

 

 

Schnell sind alle Sachen zusammengepackt und aus der Wohnung ausgecheckt. Auf dem Weg zum Auto gönnen wir uns noch schnell einen Kaffee im Napos Oldal – und natürlich ein kleines Stück Kuchen für Oliver.





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