Als wir in Wien beim Parken verzweifelten

Franziska Reisebericht Schlagwörter: , , , , ,
0

Unser Aufenthalt in Österreich beträgt nur ungefähr 48 Stunden. Von dieser Zeit geht erheblich viel für unser größtes Problem drauf: Wie finden wir einen Parkplatz?!

Lies hier Teil I und Teil II der Reise.

 

Unsere Route. Ungefähre Gesamtstrecke: 1400 Kilometer.

 

Auch die Fahrt nach Wien verläuft problemlos, wieder kann ich die burgenländische Windräderlandschaft bestaunen. Die Autobahnen außerhalb Deutschlands wirken auf mich viel entspannter, da durch die Geschwindigkeitsbegrenzungen die Raser fehlen.

 

Parken in Wien – schwieriger als gedacht

 

Unser größtes Wiener Problem ist das Parken. Ganz Wien besteht aus einer Kurzparkzone, in der man nur zwei oder drei Stunden parken darf unter der Woche. Zum Ausladen haben wir Glück und finden einen Parkplatz in der Nähe der AirBnB-Wohnung, Oliver benutzt eine App zum Parken (Handy Parken). Dann gehen wir eine Kleinigkeit essen im Superfood Deli, einem vegetarischen Restaurant, das unter anderem viele Smoothie Bowls und einige Suppen serviert. Fast alles ist dort auch vegan. Die leckere Aufschiebung unseres Parkproblems hat dieses leider auch nicht gelöst. Wir suchen eine Weile nach Parkhäusern, aber es scheint keines zu geben, das eine entsprechende Höhe für unser Fahrzeug hat. Da bleibt uns nur eine Möglichkeit: Raus aus der Stadt. Wir fahren also zu Schloss Schönbrunn und parken in einer Seitenstraße, machen noch schnell ein Selfie und fahren mit der U-Bahn zurück. Falls man es eilig hat, ist diese Idee allerdings nicht so wirklich adäquat.


Reisetipp: Parken in Wien mit der App Handy Parken. Wochenends einfach, davor/danach Parkzeit zwischen 2 – 3 Stunden verlängern.


Auf dem Rückweg landen wir in der Swing Kitchen. Hier gibt es eine Auswahl veganer Burger und Süßspeisen wie Kuchen oder Donuts. Es ist zwar Fast Food, kommt uns qualitativ aber sehr gut vor und schmeckt lecker. Nun wollen wir den angebrochenen Abend noch ein wenig ausklingen lassen und gehen in zwei Locations, die gute Musik spielen und sehr entspannt wirken: Nach dem Elektro Gönner ist das Donau (eine unscheinbare Tür in einer Seitenstraße der Mariahilfer führt in die große Bar mit Platz zum Tanzen, Rauchen in Skiliften mit Luftabzug) an der Reihe.

 

Kunst und Kultur im Museumsquartier

 

An unserem kompletten Wien-Tag muss das Yoga leider ausfallen. Wir schlafen aus und dann ist der Hunger leider so stark, dass sofort ein bisschen Energie zugeführt werden muss. Inzwischen brauchen wir wieder etwas länger, um aus den Puschen zu kommen und uns fertig zu machen. So viel Action jeden Tag schlaucht. Deshalb geht es erst einige Zeit später zum Museumsquartier, wo wir einen Kaffee trinken, aber mein Magen rebelliert schon die ganze Zeit ein wenig, deshalb planen wir kurzerhand ein wenig um. Der Körper braucht Nährstoffe! Und die bekommen wir im kleinen, aber feinen Delicious Vegan Bistro. Zwei superleckere und gesunde Bowls und ein langes, interessantes Gespräch mit der Besitzerin. Frisch gestärkt können wir nun wirklich die Klimt & Schiele Ausstellung im Museumsquartier genießen.

Zum Abendessen gehen wir ins Voodies. Hier gibt es auch wieder Burger und Wraps, die leider nicht ganz so gut wie in der Swing Kitchen sind. Deshalb stillen wir dort im Anschluss noch schnell unsere Nachtischgelüste und essen zwei Stückchen Kuchen. Im Supermarkt statten wir uns mit der Verpflegung für die morgige Autofahrt aus: Semmeln mit einem veganen Aufstrich. Unterwegs auf der Straße ist es die bessere Idee, selbst genug Proviant dabei zu haben. Schließlich folgt noch eine spontane Idee, die den nächsten Morgen etwas entspannter machen sollte: Wir fahren noch in der Nacht zum Schloss und holen das Auto. Über Nacht geht das Parken problemlos – vorausgesetzt, man findet einen Parkplatz. Nach ein paar Runden haben wir 600 Meter von der Wohnung entfernt dann doch Glück.

Auschecken müssen wir um zehn Uhr, daher geht alles ganz schnell. Wir verlassen die Wohnung, schleppen unseren Kram zum Auto und fahren gen Heimat. Eine Sache hatten wir sicherlich im Ausland nicht so sehr vermisst: In Deutschland beginnt direkt an der Grenze schon der erste Stau.





Schreibe einen Kommentar